Betreten erwünscht: Die Galerie der Verbote

CC-BY 2.0 verbote.gallery

„Unser tägliches Verbot gib uns heute“ – so ist die Webseite verbote.gallery überschrieben. Und dieser Name ist Programm. Seit Mai 2014 postet der Österreicher Werner Reiter dort jeden Tag ein neues Verbotsschild. Schon mehr als 1200 Stück sind so zusammengekommen. Von „Steine abrollen verboten“ bis zum Kapuzenverbot in einem Lokal ist alles dabei.

„Meine Arbeitshypothese war ursprünglich, dass sich an der Präsenz von Verbotsschildern im öffentlichen Raum die allgemeine Stimmung in unserer Gesellschaft ablesen lässt.“ sagt Reiter. „Es vergeht ja kaum ein Tag, an dem Politikerinnen und Politiker nicht neue Verbote fordern, um irgendwelchen Problemen zu begegnen. Das treibt dann oftmals skurrile und sogar gefährliche Blüten.“ Er verweist dabei auf das aktuelle Verhüllungsverbot und den Staatsfeindeparagrafen, mit dem bestimmte Meinungen strafbar werden. Über die letzten Jahre hat Reiter aber festgestellt, dass sich seine Hypothese nicht bestätigen lasse. Auch zu liberaleren Zeiten habe es schon jede Menge Verbotsschilder gegeben.




Hinter den Verboten steht eine Haltung, gegen die Reiter mit der Webseite ein Zeichen setzen will: „Im Zentrum meines Menschenbildes steht die Eigenverantwortung. Die wird mit Verboten nicht gefördert.“ Die Verbote-Galerie ist nur ein Nebenprojekt von Werner Reiter, der sonst bei der österreichischen Bürgerrechtsorganisation epicenter.works arbeitet.

Neuerdings wird gerne mit Videoüberwachung gedroht

„Durchgang verboten“ ist das neue „R.I.P.“ All rights reserved @porrporr / verbote.gallery

Zusätzliche Verbote oder neue gesetzliche Regelungen seien in den meisten Fällen gar nicht notwendig und nur politischer Aktionismus. Es würde oftmals reichen, die bestehenden Regeln anzuwenden, erklärt Reiter. Für die Zukunft hat er Bedenken: „Wo diese Entwicklung hinführt, kann sich jede und jeder selbst ausmalen.“

An den Schildern ließen sich zumindest technologische Entwicklungen ablesen. So würde in letzter Zeit immer öfter mit Videoüberwachung zur Durchsetzung der Verbote gedroht. So etwas mache Österreichs Innenminister genauso wie Hausverwaltungen. Ein Foto in der Sammlung zeigt die Androhung der Installation von Überwachungskameras auf Mieterkosten, wenn weiterhin im Treppenhaus geraucht würde. Doch nicht nur Technik lasse sich an den Schildern ablesen, sondern auch Designtrends: „Früher war die Typografie viel schöner und es gab weniger Verbotspiktogramme.“

Die Verbotsschilder sammelt Reiter übrigens nicht alleine, es ist ein Gemeinschaftsprojekt. Mehr als 100 Personen haben schon Fotos über das Formular auf der Webseite eingereicht.

 


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